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05.02.2017 – Pressemitteilung Bistum Limburg

Schwarzmalerei passt nicht zu Christen

Pfarrei St. Marien in der Augst feiert Gründungsgottesdienst

Die Pfarreiwerdung war für das Pastoralteam in der Angst kein Angstgespenst. Am Samstag, 4. Februar, wurde Pfarreigründung gefeiert. Generalvikar Rösch überreicht Pater Karl Knott SAC die Gründungsurkunde. (Fotos: S.Schnelle/Bistum Limburg

AUGST.- Mehr als 650 Jahre lässt sich die Geschichte der Kirche St. Peter und Paul in Arzbach zurückverfolgen. Von hier aus wurden Pfarreien in Simmern und Neuhäusel, in Kadenbach und Eitelborn gegründet. Zum 1. Januar 2017 haben sich nun die fünf Augstgemeinden, die zwischen den Kreisstädten Montabaur, Bad Ems und Koblenz liegen, zur neuen Pfarrei St. Marien in der Augst zusammengeschlossen. Gemeinsam möchte man ein neues Kapitel in der Kirchengeschichte schreiben. Mit einem festlichen Gottesdienst am Samstag, 4. Februar, wurde die Gründung der neuen Pfarrei gefeiert. Generalvikar Wolfgang Rösch las die Gründungsurkunde vor und setzte Pater Karl Knott SAC als Pfarrer ein.

"Die Pfarreiwerdung war für uns kein Angstgespenst, da wir bereits seit vielen Jahren eng zusammengearbeitet haben", erklärte Pater Knott. Er dankte den vielen Ehrenamtlichen und dem Pastoralteam, die in den vergangenen Jahren intensiv daran gearbeitet hätten, dass die Pfarreiwerdung gelingen konnte. Eine Pfarreiwerdung, bei der bereits heute klar ist, dass die neue Pfarrei nur solange bestehen kann, wie die Pallottiner in der Lage sind, einen Pfarrer zu stellen. Der nächste Schritt ist dann der Zusammenschluss mit der Pfarrei St. Peter in Montabaur.

Salz der Erde und Licht der Welt

"Unser Leben in Politik, Gesellschaft und Kirche ist immer von Veränderungen begleitet", machte Generalvikar Rösch in seiner Predigt deutlich. Veränderungen brächten Verunsicherung mit sich und nicht wenige fragten sich, wo alles einmal hingehen soll. "Haltungen, wie die eines wertschätzenden Miteinanders, wie die des Gottvertrauens und wie die des Optimismus bringen uns weiter und lassen Neues wachsen", sagte Rösch. Viele dieser Haltungen sehe er bereits in der neuen Pfarrei verinnerlicht, was sich auch im Gesang des neugegründeten Projektchores zeige. Resignation, Schwarzmalerei und der immerwährende Blick zurück seien wenig hilfreich und passten nicht zum Glauben an den auferstandenen Christus. "Als Christen können wir davon überzeugt sein, dass wir die Liebe Gottes, die er uns schenkt nicht verlieren können. Wir haben von ihm die Gewissheit bekommen, Salz der Erde und Licht der Welt zu sein", betonte Generalvikar Rösch. Dieses Vertrauen und diese Gewissheit seien die wahre Stärke von Christen. Sie dürfe jedoch nicht überheblich machen und andere abwerten. "Unser Auftrag als Christen ist es, offen zu bleiben, um mit Veränderungen und Unsicherheiten umzugehen und offen zu bleiben, für die Not der Menschen", so Rösch. Die Welt brauche Menschen, die das Licht in sich tragen, weil sie den kennen, der das Licht ist. Wer auf Christus vertraue, brauche keine Angst vor Verlust und keine Angst vor der Zukunft zu haben.

Weitere Informationen zur Pfarrei gibt es im Internet unter www.kath-kirche-augst.bistumlimburg.de. (StS)

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